Gediegenes Restaurant in der ehemaligen Zehntscheuer in Schriesheim

Schon beim Betreten des Eingangstores bekommt man Lust auf mehr! Ein wunderschöner Innenhof, umgeben von Fachwerkgebäuden mit langer Geschichte. Auch im Winter kann man sich vorstellen, dass dieser Ort im Sommer zu einer der schönsten Adressen für ein Abendessen zählen dürfte.

Bei der Reservierung hatten wir Glück, trotz kurzfristigem Entschluss war an diesem Samstag Anfang Januar noch ein Tisch zu haben. Gespannt waren wir auf unsere erste Station von ‚Taste Twelve‘, auch ob wir mit unserem Büchlein willkommen sein würden. Bei der Reservierung haben wir – wie in der Anleitung beschreiben – uns als Besitzer des Genuss-Büchleins geoutet. Ausgestattet waren wir darüber hinaus mit der Beschreibung und die hat uns neugierig gemacht. Regionale  Naturküche, zubereitet auch mit selbstgepflückten Kräutern aus der Schriesheimer Umgebung erwartete uns.

Kurz, wir wurden sehr freundlich begrüßt und da wir die ersten Taste-Twelve-Gäste waren, führte dies zum Ende auch zu einem netten Gespräch mit den Gastgebern incl. eines Tastings nebst Geschichte des angebotenen offenen Weines.

Das Ambiente

Man befindet sich in historischem Gemäuer und dies wurde schön restauriert bzw. gepflegt. Der Innenraum des Restaurants ist teilweise mit antiken Möbeln bestückt, die Tische sind klassisch eingedeckt. Terrassentüren erlauben einen Blick auf den tollen Innenhof, im Sommer können diese sicher auch geöffnet werden. Das Ambiente korrespondiert mit dem Niveau der Küche.

Der Service ist sehr aufmerksam inkl. Weinempfehlung und Erklärung zu den servierten Gerichten. A propos Weinkarte: der erste gewählte Wein (Flasche) war leider ausgetrunken, statt dessen bekamen wir einen Wein aus der gleichen Region angeboten (Südbaden), der überzeugen konnte.

Die Karte

Die Karte umfasst drei Menüs (6/5-Gänge), eines davon vegetarisch. Diese können jeweils mit reduzierter Anzahl von Gängen bestellt werden. Zusätzlich können die Gerichte auch getauscht werden oder einzeln bestellt werden. In beiden Fällen wird dann der Einzelpreis der Gänge berechnet.

Wir haben uns an diesem Abend für jeweils ein Menü entschieden und einmal den Hauptgang durch ein zusätzlich angebotenes Hauptgericht (Kotelette vom Duroc-Schwein) ersetzt. Das Restaurant ist nicht weit von der Sterneküche entfernt, entsprechend starteten wir mit einem leckeren Gruss aus der Küche. Dieser bestand aus drei kleinen Schmankerln, alle sehr gut!

Das begleitende Brot wird teilweise selbst gebacken und durch Brot der Bäckerei Kapp aus Neu-Edingen (‚Deutschlands bester Bäcker‘) ergänzt. Dazu wird eine Butter mit Karamellsalz serviert.

Die Gerichte sind mit frischen Kräutern verfeinert bzw. gewürzt. Diese werden vom Koch und Gastgeber persönlich gesucht und gepflückt und verfeinern in unterschiedlicher Verarbeitung die Gänge. Bspw. gab es ein Pesto von der Vogelmiere. Von der Pflanze habe ich vorher noch nicht gehört, es schmeckt!

Wir hatten einen schönen Abend mit einem hervorragenden Menü. Außerdem haben wir einiges (kennen)gelernt, auch dass ein Bärenkrebs vom Aussehen und vom Fleisch eher einer Garnelenart als einem Krebs ähnelt.

Meine Empfehlung

Die Auswahl ist durch die Menüs auf den ersten Blick nicht zu gross, durch die Variationsmöglichkeiten ist dennoch für jeden Geschmack etwas dabei. Wir haben von der Tauschmöglichkeit Gebrauch gemacht. Ich empfehle den Bärenkrebs, vor allem, wenn man ihn noch nicht probiert hat. Da die Karte ständig variiert, sehe ich von einer Einzelempfehlung ab. Bei den Kochkünsten, kann man bedenkenlos alles nach Geschmack bestellen.

Beim Wein haben wir noch eine interessante Geschichte erfahren. Auch wenn die Weine der Bergstraße vielleicht nicht für jeden auf der Wunschliste ganz oben stehen, ist ein Wein vom Weingut ‚Baumann‘ ein Tipp. Der Weinberg wurde von Inhaber der gleichnamigen Schlachterei in Viernheim erworben, der Wein wird  durch das Weingut von Winning in Deidesheim ausgebaut. Bisher sind drei Sorten im Angebot.

Die Preise

Bei diesem Niveau sind auch die Preise nicht gerade niedrig. Die Menüs liegen zwischen knapp 40 und 90 Euro. Die Hauptgerichte liegen um 30 Euro. Die Flaschenweine sind preislich in Ordnung, kommen vornehmlich aus Weinbaugebieten Deutschlands dazu internationale und rare Tropfen.

Durch den Tausch der Gerichte, entfällt der Menüpreis und man zahlt für die einzelnen Gänge. Mit 4 bis 5 Gängen, Wein und Kaffe sollte man mit ca. 100 Euro p.P. rechnen. Dafür werden aber auch Grüße oder selbstgemachte Leckereien zum Kaffee geboten.

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