Lieblingsweinstube vieler Gäste – ohne Reservierung geht hier nichts

Dieses Lokal stand schon länger auf der Wunschliste für einen Besuch am Mittwoch Abend. Aber es ist nicht so einfach, auch an diesem Tag unter der Woche, ein Plätzchen zu bekommen. Wir konnten schließlich zur zweiten Runde gegen acht Uhr Abends reservieren und es war voll. Viel mehr als 40 Gäste passen aber auch nicht rein.

Übrigens war ich auch schon Sonntags zufällig in Forst, da stehen die Leute bereits vor der Tür und warten, dass der ‚Schockelgaul‘ aufmacht. Eine Empfehlung hatte ich vorher auch schon bekommen: ‚Esst das Cordon Bleu!‘. Entsprechend neugierig war ich auf den Abend.

Das Ambiente

Auch diese Weinstube ist direkt an der Hauptstraße (Weinstraße) in Forst gelegen. Altes Sandsteinhaus, der Eingang ist im Innenhof. Zur Straße weist das Schild in Form eines Schaukelpferdes den Weg für den Besucher.

Drinnen Gemütlichkeit, die Deko ist voll auf den Namen abgestimmt, Schockelgäule in allen Größen und Variationen. Im vorderen Bereich 4 Tische und die Theke, im weiteren Raum noch mal das gleiche Platzangebot, ergänzt um einen schönen Kachelofen. Holzvertäfelte Wände, einfache Holztische, eine echte Pfälzer Weinstube eben.

Die Karte

Keine großen Überraschungen, kalte Gerichte mit Käsegerichte, Hausmacher oder Wurstsalat. Dazu warme Pfälzer Gerichte, Rumpsteak, Lendenspieß und auch Cordon Bleu. Als dritter Gang stehen u.a. Eisbecher sowie ein warmes Schokoüchlein zur Auswahl. Die Weine sind alle vom Ort, also von Forster Weingütern, bspw. Spindler oder Lucashof. Nur der Sekt kommt aus der Nachbarschaft. Wer mag, könnte auch ein Bierchen (aus Monnem) trinken.

Meine Empfehlung

Vor dem Probieren kommt hier erstmal Reservieren! Denn der Schockelgaul hat offensichtlich viele Stammgäste und Fans.

Aber jetzt zum erwähnten Cordon Bleu. Ja, es ist hervorragend!!! Solltet Ihr die anderen Beiträge gelesen haben, dann wisst ihr, dass dieses Gericht immer wieder auf unserem Bestellzettel steht. Also können wir es vergleichen und ich erlaube mir, es auch beurteilen zu können. Es gibt verschiedene Arten, dieses Gericht ‚aufzumotzen‘. Da gibt es die Mega-Brummer, die oft mit einer toll ausgebackenen Panade daher kommen. Dann die Edel-Variationen mit Bergkäse oder mit Schinken samt Herkunftsbezeichnung oder auch Gerollt und in zwei Teile dekorativ aufgeschnitten. All dies meistens mit Kalbfleisch.

Beim ‚Schockelgaul‘ steht das gefüllte Schnitzel ’nur‘ mit Schweinefleisch und ohne weitere Features oder Extravaganzen auf der Karte, dazu Bratkartoffeln und ein Beilagensalat. Das Ergebnis ist schlank, schön dunkel in der Pfanne gebacken. Das besondere hier: Das Fleisch ist dünn geklopft, dadurch nicht trocken und die Füllung kommt im Geschmack nicht zu kurz. Einfach nur lecker! Die Bratkartoffeln sind nach unserem Dafürhalten nicht frittiert, sondern einfach super kross in der Pfanne ausgebacken. Auch die sind auf unserer persönlichen Bestenliste ganz weit oben gelandet.

So, das war jetzt eine kleine Abhandlung über das Gericht, dass zu Zeiten der legendären ‚Titanic‘ kreiert wurde, das zeitlos ist und einfach immer geht.

Die Preise

Keine Überraschung, man bezahlt hier nicht zu viel, alles im normalen Bereich. Die Empfehlung ist mit 13,50 Euro gemessen am Geschmack jeden Cent wert! Die Weine sind nicht teuer, viele Viertel sind unter vier Euro zu bekommen.

Also, macht Euch auf in die Pfalz und probiert es selbst mal aus!

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